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Facelifting - Gesichtsstraffung

Mit dem Begriff Facelifting verbinden sich einige weitere Schönheitsoperationen im Bereich des Kopfes, die oftmals in einem Zuge mit dem eigentlichen Facelifting operiert werden, um der Verjüngung des Kopfbereiches eine ganzheitliche Behandlung angedeihen zu lassen und den neuen, strafferen Zügen eine optisch einheitliche Struktur zu geben. Zu den weiteren Operationsarealen im Kopfbereich gehören Nasenkorrekturen, Ohrenkorrekturen, Lippenkorrekturen und auch Kinnkorrekturen, welche gesondert beschrieben werden. 

Bei der Gesichtsstraffung (Facelifting, lateinischer Fachbegriff: Rhytidektomie) spricht man von einem Eingriff der plastischen/ästhetischen Chirurgie, demzufolge von einer Schönheitsoperation des menschlichen Gesichts. Hierbei soll die Gesichtshaut und das darunter liegende Gewebe gestraft werden, um der Haut eine höhere Spannung zu verleihen. Die Patienten entscheiden sich zumeist für eine solche Operation, um den Zeichen des Älterwerdens und damit einhergehend der natürlichen Erschlaffung der Gesichtshaut entgegenzuwirken. Aber auch Umwelteinflüsse, die Ereignisse des bisherigen Lebens und Ernährungseinflüsse hinterlassen Spuren im Gesicht, welche die vorgenannten Erscheinungen mit sich bringen. Je nach Veranlagung sind diese Merkmale stärker, oder geringer ausgebildet. Mittels der plastischen/ästhetischen Chirurgie lassen sich die Zeichen der Zeit erheblich minimieren, oder ganz ausräumen, zudem wird ein jüngeres und frischeres Erscheinungsbild des Gesichtsbereiches erschaffen.

Voraussetzungen für ästhetisch-operative Eingriffe am menschlichen Gesicht/Kopf:

Faceliftings gehören zu den erweiterten Behandlungsangeboten von Operateuren mit Spezialisierung auf Ästhetik. In Deutschland werden Faceliftings von plastischen Chirurgen, HNO-Ärzten, Augenärzten, Mund- und Kiefer-Gesichtschirurgen, Dermatologen und auch von weiteren Fachärzten angeboten und durchgeführt. In den Facharzt-Weiterbildungsrichtlinien der einzelnen Sparten wird die Durchführung von Faceliftings nicht als verbindlich für den Erwerb des Facharzttitels aufgeführt, auch nicht bezüglich des Facharzttitels im Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie. Demnach sucht man vergebens nach einer geschützten Facharztbezeichnung, welche eine spezielle Ausbildung und weitreichende Erfahrungen des Operateurs für die Ausführung von Faceliftings garantiert.

Schönheitschirurgischer Eingriff Facelifting: 

Einzelheiten zu der bevorstehenden Operation, so wie auch alles rund um die Anästhesie, wird im Beratungs- und Aufklärungsgespräch ausführlich vom Schönheitschirurgen erläutert. Es sind verschiedene Verhaltensregeln vor der Schönheitsoperation zu beachten, so darf beispielsweise einige Tage vor dem geplanten Termin nicht geraucht werden, auch die Einnahme von blutgerinnenden Medikamenten muss bis nach der operativen Maßnahme unterbrochen werden. Dazu sollte ein Gespräch mit dem Hausarzt stattfinden, um das Aussetzen der Medikation zu besprechen. Es wird empfohlen, die Haare vor dem Facelifting noch einmal zu waschen, da dies nach dem Eingriff für die Dauer von einigen Tagen nicht möglich ist. Einige Schönheitschirurgen empfehlen ihren Patienten, vorbeugend Antibiotika einzusetzen, um einer Infektion vorzugreifen, auch das sollte im Gespräch mit dem Hausarzt abgeklärt werden. Ein Facelifting wird stationär durchgeführt und dabei in den meisten Fällen unter Vollnarkose. Das bringt den Vorteil, dass der sichere Umgang während der Präparation der unterschiedlichen Gewebeschichten gewährleistet werden kann, auch dient es dem Vermeiden perioperativer Schmerzen für den Patienten. Die zur Anästhesie verwendete und eingespritzte Flüssigkeit (pro Seite sind es etwa 10-50 ml) wird schon während der Operation und schlussendlich in vollem Umfang nach der Operation vom Körper resorbiert. Sofern es zu keinen Komplikationen gekommen ist, kann der Patient die Klinik nach spätestens drei Tagen nach dem Eingriff wieder verlassen. 

Die Operation:

Das Facelifting wird zumeist in der Unterhaut durchgeführt. Beim Wangenlifting geht man dabei in der Regel so vor, dass vom Jochbein aus bis zur Knochenhaut vorgedrungen wird. Möchte man besonders langfristige Wirkungen erzielen (z.B. Halsbereich), dann werden Strukturen unterhalb der Unterhaut gestrafft, beispielsweise der Hautmuskel des Halses (Platysma-Muskel). Um einen Bereich zu liften, werden vorgenannte Haut- und Muskelstrukturen unter Zuhilfenahme von Nähten gestrafft und anschließend an festen Strukturen neu verankert. Dabei werden unterschiedliche Bereiche dieser Schicht in verschiedene Richtungen gestrafft. Der daraus resultierende Hautüberschuss wird nachfolgend entfernt und die Haut wird auf eine Weise vernäht, dass keine Spannungen auftreten und der Eingriff späterhin möglichst nicht sichtbar ist. Je nach dem kommen beim Vernähen kommen sowohl resorbierbare, wie auch nicht resorbierbare Fäden zum Einsatz. 

Facelifting unter Einsatz von minimalinvasiver Anwendungstechnik:

Bei Faceliftings können unterschiedliche Methoden angewendet werden, wie beispielsweise auch die endoskopische Anwendungstechnik. Die minimalinvasive Variante verspricht aufgrund von kleineren Einschnitten schlussfolgernd auch kleinere Narben, allerdings ergibt sich bei dieser Vorgehensweise der Nachteil, dass kein Hautüberschuss entfernt werden kann, daher kommt diese Technik vorwiegend im Bereich der Stirn zum Einsatz.

Facelifting ohne Schnitt-Verfahren:

Methoden, welche keine Schnitte benötigen (z.B. Faden-Lifting mit Goldfäden, oder Fäden aus Kunststoff mit und ohne Widerhaken), weisen die grundlegende Problematik auf, dass halt die überschüssige Haut nicht entfernt werden, somit beschränkt sich die Anwendbarkeit bei verantwortungsvoller und umsichtiger Beratung/Durchführung auf junge Patienten. Die Effektivität vorgenannter Verfahrensweise wird jedoch sehr unterschiedlich bewertet.  

Facelifting Teilbehandlung:

Längst nicht jeder Patient entschließt sich zu einem großen und umfangreichen Facelifting, auch eine partielle Teilbehandlung des Gesichts kann gewählt werden. Es gilt, grundlegend zwischen einem „einfachen Facelifting“ und einem „2-Schichten-Facelifting“ zu unterscheiden. Bei einem „2-Schichten-Facelifting“ wird auch im Bereich der tiefer liegenden Hautschichten angehoben und gestrafft. Um beispielsweise Wangenbereiche zu heben, oder aber tiefe Falten ausgleichen zu können, injizieren die Chirurgen bei Bedarf auch Eigenfett. Eingriffe, welche mittels der “2-Schichten-Facelifting-Methode“ durchgeführt wurden, haben in der Regel ein deutlich länger anhaltendes Resultat, als ein normales Facelifting. Hier machen sich allerdings auch deutliche Unterschiede im Preissegment bemerkbar.

Das Mini-Lifting:

Hierbei wird lediglich die Haut gestrafft. Die Fachwelt ist sich hinsichtlich Sinn und Nutzen nicht einig, da das Ergebnis eines solchen Mini-Liftings in der Regel nicht lange haltbar ist.

Die Methode Liquid-Lifting:

Hierbei wird ein Verfahren benannt, bei welchen verschiedene flüssige und teilweise resorbierbare Unterspritzungs-Materialien zum Einsatz kommen (Liquide). Diese Flüssig-Materialien fungieren als so genannte Platzhalter. Dabei füllen sie verlorengegangenes Volumen auf und minimieren den Faltenwurf der großen statischen Gesichts-Falten (z.B. Nasolabialfalte, Marionettenfalte). Es ist nicht vollständig und einheitlich begründet, in wie weit die eingebrachten Füllstoffe einen biologischen Effekt erzielen. Das Eigenvolumen des eingebrachten Füll-Materials bildet nicht selten Wasseransammlungen, welche wiederum eine Auswirkung auf das Gesamtvolumen haben. Einige Stimmen aus der Fachwelt machen auch Entzündungsprozesse für diese lokalen Volumenbildungen verantwortlich. Zu den typischen resorbierbaren Füll-Materialien zählen beispielsweise Eigenfett, Calciumhydroxylapatit, Hyaluronsäure und Kollagen. Der je nach dem mehr, oder weniger vollständige körpereigene Abbau der vorgenannten Füllstoffe bedarf unterschiedlich langer Zeit. In Fällen von Komplikationen (und den daraus resultierenden histologischen Untersuchungen) konnte anhand der diesbezüglichen Dokumentationen abgeleitet werden, dass sich die Gewebezusammensetzung nach o.g. Eingriffen teilweise erheblich von unbehandeltem Gewebe unterscheidet.   

Die Ergebnisse der Liquid-Lifting-Methode haben eine geringere Wirkungsdauer, als vergleichsweise operative Faceliftings, dies begründet sich damit, dass das Gewebe lediglich aufgefüllt wird, jedoch keine mechanische Straffung erhält. Als zumindest geringfügig vorteilhaft hat sich diese Anwendungs-Technik erwiesen, um Bereiche behandeln zu können, die mit anderen Facelifting-Methoden nicht, oder schwerlich erreicht werden können (z.B. die periorale Zone am Mund und der Schläfenbereich). Hier kann altersbedingter Volumenverlust mittels dieser Technik ersetzt werden.

Um Faltenbildungen zu reduzieren, die durch Aktivitäten der mimischen Muskulatur entstanden sind, kommt in etlichen schönheitschirurgischen Kliniken auch „Botulinum Toxin A“ zum Einsatz. 

Gesichtsimplantate:

Zum Auffüllen nicht ästhetischer Bereiche im Gesicht besteht im Weiteren die Möglichkeit, diese Areale mittels Implantation von (meistens) silikonbasierten, festen Implantaten modellieren zu lassen. Diese Lösungen zur Auffüllung finden vorwiegend Anwendung bei fehlender Projektion im Wangenknochen-Bereich, oder des Unterkieferwinkels, außerdem auch bei einem so genannten „fliehenden Kinn“.

Nach dem chirurgischen Eingriff:

Je nach Art und Umfang des schönheitsoperativen Eingriffes bleibt der Patient unterschiedlich lange, zumeist aber nur wenige Tage, stationär zur Beobachtung in der Klinik. Am Tage der Entlassung gibt der Schönheitschirurg den Patienten Verhaltenshinweise für die nächste Zeit mit auf den Weg. Beispielsweise soll mit dem Duschen im Anschluss etwa 10 Tage gewartet werden, sportliche Aktivitäten und andere körperliche Anstrengungen sollten möglichst 4 Wochen ausgesetzt und nachfolgend nur langsam steigernd wieder aufgenommen werden. Nach der Schönheitsoperation tragen die Patienten einen Kopfverband, welcher in der Regel am zweiten postoperativen Tag entfernt wird. Falls bei der Operation nicht resorbierbare Fäden als Nahtmaterial verwendet wurden, so muss sich der Patient etwa 14 Tage nach dem Facelifting zum Fädenziehen erneut dem behandelnden Arzt vorstellen. 

Der Heilungsprozess: 

Die Dauer des Abheilens ist individuell sehr unterschiedlich und hängt unter Anderem von der Größe der operierten Bereiche, der Operationsmethode und nicht zuletzt natürlich auch von den körpereigenen Wundheilungsprozessen ab. Je nach dem, in wie weit die vorgenannten Kriterien zum Tragen kommen, ist von der Wiederherstellung der „Gesellschaftsfähigkeit“ nach 2 bis 8 Wochen zu rechnen. Hierbei kommt es im Besonderen darauf an, wann sich die Schwellungen und Verfärbungen durch Blutbestandteile zurückgebildet haben.

Facelifting + Kombinations-Operationen: 

Einhergehend mit einem Facelifting werden oftmals gleichzeitig Straffungen der Oberlider und/oder Unterlider vorgenommen (Blepharoplastik). So wird es auch in den meisten Fällen seitens der Schönheitschirurgen angeraten, um ein ganzheitliches optisches „Verjüngen“ des Gesichts zu erreichen und somit einen einheitlichen Gesamteindruck als Ergebnis zu erreichen. Eine Fettabsaugung im Halsbereich stellt ebenfalls oft eine Ergänzung des reinen Faceliftings dar, um hierdurch den positiven optischen Effekt erweitern und optimieren zu können. Auch eine Verbesserung des Hautbildes kann als zusätzliche Maßnahme kombiniert werden, man bedient sich dazu kosmetischer Behandlungen der Haut, beispielsweise durch Laser-Therapien, chemische Peelings und Dermabrasionen.

Facelifting und Gesichtschirurgie zum Zwecke der ästhetischen Wiederherstellung:

Nicht nur der Wunsch nach Verjüngung und Aufhübschung bietet den Anlass, schönheitsoperative Eingriffe im/am Gesicht vornehmen zu lassen. Als besonders hilfreich erweist sich dieser Bereich der ästhetischen Chirurgie für Patienten, welche durch Unfall, oder ähnliche Vorkommnisse Gesichtsentstellungen erlitten haben. Bei derartigen Hintergründen spricht man auch von einer so genannten „Wiederherstellungs-Chirurgie“. So kommen beispielsweise Unfallnarben, Brandnarben und andere Hautbilder mit Brand-/Hitzeursache, wie auch angeborene Entstellungen in Betracht, um mittels der Möglichkeiten der plastischen/ästhetischen Chirurgie eine Besserung zu erfahren. Oftmals ist es im weiteren Verlauf und mit Hilfe von mehreren Operationen (teils mit jahrelanger Gesamtdauer) sogar möglich, die optischen Beeinträchtigungen völlig zu beheben. 

Die psychische Belastung – Hilfe in Anspruch nehmen:

Leider sind aber auch allem fachlichen Know-How und jeglichem Fortschritt auf dieser Ebene Grenzen gesetzt. Als Opfer von so genannten „Geburtsfehlern“, oder unfallbedingten Entstellungen ist man sicherlich mehr als froh, dass wir in einer Zeit leben, in welcher man sich Hilfe und ein später relativ normales Leben erhoffen darf, ohne weiterhin die Last tragen zu müssen, für außenstehende Menschen aufgrund der optischen Beeinträchtigung ein „Hingucker“ zu sein. All´ die Möglichkeiten, die zur Abhilfe geboten werden, sollten aber nicht darüber hinweg täuschen, dass nach dem Modellieren eines neuen Gesichts auch eine psychische Belastung zu bewältigen ist. Dies betrifft vorwiegend Opfer von Entstellungen, welche ein Unfallgeschehen als Ursache haben. Man hatte vorher ein „gesundes“ Gesicht, Freunde, Familie und andere Menschen aus dem Umfeld machten die Person an ihrem Gesicht fest. Nun stellt man im Anschluss an die Wiederherstellungs-Operationen fest, dass man sich selber nicht mehr erkennt, denn „jemand Fremdes“ schaut einen im Spiegel entgegen. Ab diesem Moment findet ein Identitäts-Prozess statt, welcher von den Betroffenen in unterschiedlicher Weise aufgenommen und verarbeitet wird. Im schlechtesten Falle führt diese Identitätskrise zu erheblichen psychischen Erkrankungen. Wird keine Hilfe in Anspruch genommen, sind Depressionen und Vereinsamung nicht selten die Folge. So sehr die anfängliche Freude über die gesichtschirurgischen Maßnahmen und das vorteilhafte Ergebnis auch sein mag, niemand vermag vorauszusehen, wie das Umfeld reagiert und wie die eigene Psyche diese Veränderung reflektiert. Wer umgehend psychologische Hilfe in Anspruch nimmt, der hat die größten Chancen, mit der neuen optischen Veränderung auch ein unbeschwertes Lebensgefühl zurück zu gewinnen.